Kardamom gehört zu den Ingwergewächsen und kommt vor allem aus Indien. Ökologischer Anbau ist schwierig, denn Schädlinge lieben die Pflanze. Wilder Kardamom wächst weltweit nur an einem einzigen Ort: in den Cardamom Hills in Kerala, Südindien.

Ernte in den Cardamom Hills

Dieser Kardamom steht unter strengem Naturschutz. Im selben Gebiet leben im Periyar-Tiger-Naturreservat sechs Stammesgemeinschaften indischer Ureinwohner. Nur sie dürfen mit einer Ausnahmegenehmigung der indischen Regierung wilden Kardamom im Reservat pflücken und verkaufen. Dieser Kardamom ist natürlich ungespritzt: Die Wildpflanze ist viel robuster gegen Schädlinge und die Pflanzen stehen vereinzelt im Urwald, nicht in Monokultur. Wilder Kardamom ist kleiner als sein kultivierter Vetter, schmeckt aber viel intensiver. Geerntet werden nur zwischen 300 und 600 kg pro Jahr – das macht wilden Kardamom so einzigartig.