Unser blütenweißes Flor de Sal kommt aus den Salinen von Fuencaliente einem Familienbetrieb im UNESCO-Biosphärenreservat La Palma. Die kanarische Insel – genannt „die Schöne“ – liegt auf der Höhe der Sahara in den Weiten des Atlantischen Ozeans.

Die Saline

Weißes Gold inmitten schwarzer Lava

An der äußersten Südspitze von La Palma, am Fuße des Vulkans Teneguía liegt die Saline der Familie Hernández. Es ist die einzige auf der nordwestlichsten und grünsten Insel der Kanaren. Gegründet wurde der kleine Familienbetrieb schon 1967 vom Großvater des heutigen Besitzers Fernando Hernández. Fernando wiederum hat inzwischen die Leitung an seinen Sohn Andrés übergeben. Zusammen mit vier angestellten Arbeitern stemmen Vater und Sohn die Produktion hier, in dieser einsamen Gegend. Die Salinas Marinas de Fuencaliente liegt in einem sogenannten „Naturschutzgebiet von wissenschaftlichem Interesse“. Die Anlage selbst ist eines der wenigen kanarischen Feuchtgebiete und bietet Lebensraum für Zugvögel, fast ausgestorbene Pflanzenarten, den Salinenkrebs und ausgefallene Meeresalgen. Hier kommt nicht mal mehr der Briefträger vorbei, der liefert seine Post für die Saline in einer Tankstelle im knapp fünf km entfernten Fuencaliente ab. "Nach Sonnenuntergang ist es hier so dunkel, dass man die Hand nicht mehr vor Augen sieht," so Fernando.

Ernte der Salzkristalle

Die Ernte wochenlanger Arbeit

Meersalz zu gewinnen ist mühsam - alles geschieht in Handarbeit. Das Atlantikwasser wird in kleine Becken gepumpt, wo es innerhalb mehrerer Wochen allmählich verdunstet. Zu Beginn enthält das Meerwasser hier etwa 36 Gramm Salz pro Liter. Das Wasser fließt dann in terrassenförmig angelegten Salinenbecken allmählich nach unten - von Stufe zu Stufe nimmt die Salzkonzentration zu. Im untersten Becken schwimmen etwa 250 g Salz in jedem Liter. Nächste Etappe sind die Kristallisationsbecken. Hier sieht man das Salz im Wasser förmlich wachsen, bis es eine Konzentration von 360 Gramm pro Liter erreicht. Schließlich ernten die Arbeiter das Salz mit Harke, Schaber und Sieb. Auf den Gängen zwischen den Becken türmen sie das Salz zu pyramidenartigen Bergen auf, damit es in der Sonne vollends trocknen kann. Das ist Knochenarbeit, noch dazu immer in der prallen Sonne. „Das allmähliche Verdampfen des Wassers nur durch die Sonne garantiert die hohe Qualität unseres vollökologischen Salzes," so Andrés. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalzium und Magnesiumchlorid bleiben erhalten. Die Saison dauert von Mai bis November, in dieser Zeit wird sechs bis acht mal geerntet - insgesamt bis zu 500 Tonnen Meersalz. Im Winter ruht die Salzproduktion. „Regen und Wind würden die Qualität unseres Salzes beeinträchtigen," erklärt Andrés.

Familie Garcia-Hernandez

Königliche Würze aus Sonne und Meer

Das wertvolle Flor de Sal ernten die Hernández während der Saison täglich, allerdings nur in den Abendstunden. Die Königin des Salzes bildet sich nämlich nur in der abendlichen Dämmerung, wenn der für die Salzblüte zerstörerische Passatwind einschläft. Die feine "Salzsahne" muss mit einem speziellen Sieb vorsichtig abgeschöpft werden. Das machen Andrés und Fernando jeden Tag gegen 19 Uhr höchstpersönlich, ihre Arbeiter haben dann schon Feierabend. Pro Person und Tag ernten sie in drei Stunden rund 20 Kilo Flor de Sal. In der ganzen Saison macht das etwa drei Tonnen. Fast die gesamte Jahresproduktion wird exklusiv an HERBARIA geliefert. In Deutschland ist die Bio-Firma damit die einzige, die das wertvolle Flor de Sal aus La Palma verkauft. Die Qualität ist einfach einzigartig.