10.02.2016 – EMAS-Audit: Umweltzertifizierung für Herbaria erneuert

Die Umwelt liegt Herbaria am Herzen. Deshalb hat Herbaria wieder an der Umweltzertifizierung EMAS teilgenommen und wurde am 12.1.2016 erneut erfolgreich zertifiziert.

Seit vielen Jahren schon handelt Herbaria nach dem Leitmotiv: Langfristige Werte sind wichtiger als kurzfristige wirtschaftliche Entscheidungen. Davon konnte sich auch EMAS-Gutachter Dr. Günther Rau überzeugen. Besonders beim Rohstoff Kaffee stellte er fest: Herbaria geht mit ihren eigenen Richtlinien weit über übliche Standards hinaus. Akribisch genau und leicht verständlich konnte das Bio-Unternehmen den Lieferweg des aus Mexiko bezogenen, fair gehandelten Rohkaffees darstellen. Die sortenreinen Arabica-Kaffeebohnen stammen von einer Kleinbauern-Kooperative im Hochland von Chiapas. Die schlüsselt für Herbaria sogar ganz genau auf, welche Mengen Kaffeebohnen welcher Bauer an welchem Tag geliefert hat, um die gesamte Containerladung für Herbaria zu erhalten, die schließlich
nach Europa verschifft wird. Vom europäischen Hafen wird der grüne Rohkaffee dann per LKW direkt nach Bayern zu Herbarias Kooperationspartner gebracht, dem Importeur Erich Klas. Bei ihm können die wertvollen Bohnen sachgerecht zwischenlagern, bevor sie im Regensburger Traditionsbetrieb Rehorik nach allen Regeln der Handwerkskunst geröstet werden. Und zwar immer nur soviel, wie Herbaria gerade benötigt. „So ausführlich habe ich Ursprung und Weg eines Rohstoffs noch nie dargelegt bekommen“, zeigte sich Gutachter Rau sichtlich beeindruckt.

Auch die generell konstruktive Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten schilderte Hebaria dem EMAS-Gutachter detailliert. So werden zum Beispiel im Winter mit jedem Produzenten Rahmenvereinbarungen getroffen, so dass der schon vor der Saison genau weiß, wieviel Ware ihm Herbaria abnehmen wird. Das gibt ihm Planungssicherheit. Gleichzeitig zeigt sich Herbaria aber auch kulant, wenn witterungsbedingt die Ernte schlechter ausfällt als erwartet.

Für die kommenden Jahre hat sich die Bio-Firma zudem weitere konkrete Ziele gesetzt, um ihr ökologisches Unternehmenskonzept zu festigen und ihr Umweltverhalten noch weiter zu verbessern:
• So will Herbaria zum Beispiel das firmeneigene Bienenprojekt auf dem Betriebsgelände ausbauen, indem weitere Bienenvölker angeschafft werden. Damit möchte man einen ganz individuellen Beitrag leisten zum Erhalt der Biodiversität.

• Auch die Förderung des ökologischen Landbaus in der Region ist für Herbaria ein wichtiges Thema. Deshalb engagiert sich die Firma auch beim Projekt Öko-Modellregion Miesbacher Oberland. Mit dieser Initiative will Bayerns Regierung in 12 ausgewählten Regionen das Bewusstsein schärfen für regionale Bio-Produkte. Herbaria hatte den Prozess der Miesbacher Bewerbung zur Öko-Modellregion schon von Anfang an begleitet und gefördert.

• Weil Herbaria als Unternehmen auch wächst, ist ein wichtiges Ziel für die Zukunft zudem der Ausbau des Exportmarktes. Doch auch hierbei werden ökologische Aspekte von Anfang an eine große Rolle spielen. Umweltfreundliches Arbeiten soll bei Herbaria auch in Zukunft immer und überall gewährleistet sein. Das Eco Management and Audit Scheme (EMAS), auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit, wurde 1993 von der Europäischen Union entwickelt. Es ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Für die EMASVerordnung (Öko-Audit-Verordnung) spielt die Eigenverantwortung der Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer direkten und indirekten Umweltauswirkungen eine entscheidende Rolle.

Unser neuer Umweltbericht steht zum Download auf unserer Website bereit, bitte klicken Sie hier:
Umweltbericht_2016_WEB.pdf

Wir schicken Ihnen gerne auch ein gedrucktes Exemplar auf Anforderung zu.

PM_Herbaria_EMAS_Biofach16.pdf